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Olympiastadion Berlin

Das Berliner Olympiastadion befindet sich am Westrand Charlottenburgs im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten Olympiageländes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch das Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion, Olympia-Schwimmstadion, Waldbühne, Maifeld und der Glockenturm und Langemarckhalle gehören.

Geschichte

Das Olympiastadion wurde von 1934 bis 1936 anlässlich der Olympischen Sommerspiele 1936 mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern unter der Leitung des Architekten Werner March erbaut. Am selben Ort befand sich zuvor das Deutsche Stadion, das 1913 auf dem Gelände der Rennbahn Grunewald anlässlich der für 1916 geplanten Olympischen Spiele errichtet wurde. Wegen des Ersten Weltkrieges fanden die Olympischen Spiele 1916 nicht statt. Es war zu seiner Zeit eines der größten Stadien weltweit.

Im Jahre 1974 wurde das Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 teilüberdacht. In den Jahren 2000–2004 wurde das Olympiastadion unter Beibehaltung des Sportbetriebs nach Entwürfen des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 grundlegend umgebaut und modernisiert. Die Wettkampffläche wurde um einige Ränge abgesenkt, um eine dichtere Atmosphäre für Fußballspiele zu schaffen.
Herausragende Kennzeichen des umgebauten Olympiastadions sind das jetzt alle Ränge umfassende Dach und die einzigartige blaue Tartanbahn (auf Wunsch und Kosten des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in dessen Vereinsfarben). Die blaue Farbgebung wurde durch den Denkmalschutz kritisiert. Auf Grund dessen Vorgaben sind auch alle Ein- und Umbauten (zusätzliche Decken, Wandverkleidungen etc.) wiederentfernbar gestaltet worden, so dass sich der Zustand von vor 2000 theoretisch wiederherstellen ließe. Zusätzlich wurden neue Feuerhalter in den Umgängen des Stadions angebracht, die auf Fotografien von 1936 fehlen. Nach Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt 74.400 Sitzplätze. Das Olympiastadion hat nach dem Umbau von der UEFA den Status eines Fünf-Sterne-Stadions verliehen bekommen.

Nutzung

Seine Heimspiele trägt der Hauptnutzer, die Fußball-Bundesliga-Mannschaft von Hertha BSC im Olympiastadion aus, und die jährlichen Endspiele um den DFB-Pokal der Damen und Herren finden hier seit 1985 statt. Das American-Football-Team von Berlin Thunder bestritt hier seine Heimspiele in der NFL Europe. Zusätzlich werden Leichtathletik-Wettkämpfe, wie das jährliche ISTAF, ausgetragen. Am 4. Dezember 2004 wurde Berlin zum Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 erkoren, die im Olympiastadion ausgetragen werden wird. Gelegentlich wird das Stadion auch für Großveranstaltungen ohne sportlichen Charakter, wie etwa Kirchentage oder Konzerte, genutzt. Das Olympiastadion besitzt die größte Stadionkapelle der Welt.
Zitat aus:
Artikel Olympiastadion Berlin. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.
Bearbeitungsstand: 20. Februar 2008, 09:49 UTC.